BDS Neujahresempfang 2015

Neujahresempfang 2015

Neujahresempfang des BDS Wendelstein bot Nachdenkliches und Humorvolles

Den besinnlichen Grußworten folgte humorvoller Ausklang

Wendelstein - In gewisser Weise ist der Neujahresempfang des Ortsverbandsdes „Bundes der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband“ Wendelstein mit ökumenischer Andacht als Auftakt in ganz Bayern einmalig und gehört auch in der Marktgemeinde zum festen Bestandteil der Veranstaltungen zu Jahres beginn. Dieses Jahr lockte der Empfang gut 150 Gäste und nachnachdenklichen wie positiven Gedanken bei den Grußworten sorgte der Auftrittvon Egon Helmhagen als „Gmaadiener“ mit humorvoll-hintersinnigen Anspielungen auf Gemeindeereignisse im letzten Jahr für einen fröhlichenAusklang.

Traditionell eröffnete eine ökumenische Andacht in der St.Georgskirche dasProgramm, die von „Hausherr“ Pfarrer Norbert Heinritz und dem katholischen Diakon Kurt Reinelt gestaltet wurde. Im Martin-Luther-Haus übernahm danach Wolfgang Killermann als Vorsitzender im Ortsverband die Moderation des weiteren Programms, das die Wendelsteiner Dorfmusikanten unter der Leitung von Erwin Kübler musikalisch bestens umrahmten. Die Begrüßung ergänzte der Vorsitzende dabei gelungen mit Gedanken und einer Einladung an die knapp 150 Anwesendenzum „Perspektivenwechsel“ aus Anlass des Empfangs und der großen Bandbreite an Vertretern dabei aus Vereinen, der örtlichen Politik und der örtlichen Wirtschaft.Bürgermeister Werner Langhans oblag das erste Grußwort der Ehrengäste, wobei erden jährlichen Empfang als ideale Veranstaltung würdigte, um ehrenamtlich tätigeVerantwortliche,Selbständige und Kommunalpolitiker zusammen zu bringen.„Wendelstein wächst“, so der Bürgermeister, und dieses Wachstum sei in vielen Bereichen festzustellen. Programme für Wohnraumförderung für junge Familien wieals finanzielle Unterstützung bei der Idee, auch der älteren Bevölkerung aufgrund ihrer Verdienste um ihr Lebenswerk und Engagement ein würdiges Leben zuermöglichen, wurden in den letzten Jahren auf den Weg gebracht.

Dank an die Vereine und den Mittelstand in der Gemeinde
An dieser positiven Gesamtentwicklung der Marktgemeinde haben vor allem nebender Bevölkerung selbst und der Vielzahl an gesellschaftlichen Institutionen wie denVereinen auch viele kleine und mittelständische Gewerbetreibende ihren entscheidenden Anteil, und mit einem Dank an Alle schloß der Bürgermeister seine Grußworte. Ähnlich eröffnete Landrat Herbert Eckstein sein Grußwort und nannte alsLeitwert, daß der Mensch als einzelne Person jeden Tag aufs Neue im Mittelpunktdes gesellschaftlichen Lebens stehen sollte - heute und auch in der Zukunft sowie in Wendelstein als Heimat und im Landkreis.Und dieser Grundsatz gelte für die Einheimischen wie auch für unsere Gäste, und speziell für die, die unfreiwillig und aus der Not heraus jetzt bei uns Zuflucht erhoffen. Ebenso sollte der Grundsatz des vernünftigen Miteinanders den Alltag prägen, vorallem in der regionalen Wirtschaft:Ob bei Auftragsvergaben,bei Investitionsplanungen oder bei den gesetzlichen Vorgaben. Freie Marktwirtschaft darf nicht der Ausnutzung eigener Rechte durch Winkelbürokratie und Bürokratiewahn dienen. Zugleich gebe es positive Signale wie den Ausbau des hiesigen Gymnasiums und auch der Landkreis stehe als Wirtschaftsstandort gut da.

„Mittelfranken ist top bei den bayerischen Azubi-Akademien“
Mit dem Lob „Mittelfranken ist top in Bayern und der erste Bezirk, der flächendeckend die Idee der ‚Azubi-Akademien‘ umgesetzt hat“ eröffnete der bayerische BdS-Präsident Ingolf F. Brauner sein Grußwort. Er dankte allen Verantwortlichen im BdS-Ortsverband Wendelstein für ihren Einsatz, aber auch allen Vertretern der Vereine und aus der Kommunalpolitik für deren Unterstützung des Mittelstands in ihrer Gemeinde. Er habe leider immer mehr Zweifel beim Blick nach Berlin, ob dort der Mittelstand als „Motor“ des Wirtschaftslebens in Deutschland überhaupt nochwahrgenommen oder nur noch als steuerliche Melkkuh gesehen werde.Die erste Frage beantwortete er zugleich mit Ja und Nein: Das „Ja“ insofern, als der Mittelstand rund laufe und als willkommene Dreingabe die Gewerbesteuer besser alserwartet erwirtschafte, und „Nein“, weil das Mindestlohngesetz gerade demMittelstand viel Übel beschert habe, was sich schon bald deutlich bemerkbar machen könne. So werden jetzt durch dieses Gesetz die bisher Nichttarifgebundenen kleineren Betriebe mit Konzernen mit einem Mindestlohn gleichgesetzt und die Kontrolle der Gesetzbedingungen erlauben den Bundesbehörden Kontrollen mit„Stasi-Methoden“ ohne besonderen Anlass.

Mindestlöhne für Ungelernte sind höher als Auszubildendengehälter
Ein weiterer Stolperstein des neuen Gesetzes ist der Mindestlohn selbst: Sobekomme ein ungelernter Arbeiter gleich ab Arbeitsbeginn einen höheren Lohn als ein Auszubildender in seinen ersten Berufsjahren. Der Anreiz, eine handwerkliche oder berufliche Ausbildung zu machen werde so „von ganz oben“ absurdumgeführt und gefährde so insgesamt die Zukunft unseres Mittelstandes in Deutschland. Und zuletzt: Infolge jederzeit möglicher Kontrollen werde die Zahl der„450-,-Jobs“ erheblich zurückgehen, da die Kontrollen der Bundesbehördenspeziell der Beschäftigung von Mitarbeitern in diesem Arbeitsverhältnis gelten.Nach den Grußworten hatte als humorvoller Abschluß der Veranstaltung „Gmaadiener“ Egon Helmhagen das Wort und ließ in seinen fränkisch-hintersinnigen Gedanken nochmals das Jahr 2014 in der Marktgemeinde Revue passieren. Für dieGastgeber bot dieser Übergang zum gemütlichen Teil den passenden Anlass für Dankgeschenke. Ortsvorsitzender Wolfgang Killermann überreichte dabei dem scheidenden „Wendelsteiner Christkind“ Bianca Heindl, den Ehrengästen für ihre Grußworte, Isabella Blumenstock vom BdS-Ortsverband sowie Familie Löprich und Bezirksgeschäftsführerin Andrea Rübenach vom Bezirksverband Mittelfranken desBDS/DGV ein Geschenk.(jör)